„Netiquette“ – Benimmregeln für digitale Höflichkeit

Die digitale Welt wächst mit rasenden Tempo immer weiter und wir lernen Tag für Tag neues über sie kennen. Mittlerweile haben sich „Netiquette“ oder Vorsätze für digitale Höflichkeit etabliert, an die sich jeder der Online einen guten Eindruck hinterlassen will, halten sollte.
Mo, 12. Feb 2018

Kann man Benimmregeln die seit vielen Jahren in unserer Gesellschaft etabliert sind auch in die virtuelle Welt übertragen? Welche Regeln gelten vor allem im Digitalen? Hier gibt es einen Überblick der (momentan) wichtigsten Netiquette im Online-Alltag:

Notebook, Smartphone und Co. nicht im Meeting!

Berufserfahrene

In Treffen und Präsentationen nicht auf Smartphone, Notebook und Co. blicken. Dies gilt als unhöflich, wenig kommunikativ und hochgradig kontraproduktiv. Zum einen kann sich der Vorträger gestört fühlen, wenn ein Teilnehmer nur auf seinem Handy tippt. Zudem sollte man in jedem Fall vermeiden, dass der Ton an ist oder das Handy vibriert. Auch im Meeting hinter seinem Laptop verstecken, ist meistens störend. Oftmals wird der Laptop als Hürde angesehen, jemanden aktiv in ein Meeting einzubeziehen. Ohne Laptops und Smartphones kann die Produktivität eines Meetings enorm gesteigert werden, und potenzielle Nacharbeiten verhindert werden.

Video-Konferenzen mit Bedacht ausführen!    

       
Videokonferenzen im „Schlabberlook“?  Ein absolutes No-Go! Auch fürs Home Office gilt: Ein passender Dresscode ist Pflicht. Wer seriös und bedacht wirkt, hat einen erheblichen Vorteil. Bevor man einen Video-Call anfängt, sollte man außerdem auf seine Umgebung achten. Stelle sicher, dass keine unangenehmen Sachen im Hintergrund platziert sind. Zum Beispiel, sollte kein Bügelbrett mit einem Haufen Wäsche in der Kamera zu sehen sein. Sollte die Telefonkonferenz im Büro stattfinden, muss man unbedingt auf seine Kollegen achten. Hintergrundgeräusche stören nicht nur die Konzentration der Kollegen, sondern können auch die eigene Telko stören wenn die Geräusche von den Kollegen kommen.  

Bitte recht freundlich!      

Eine Benimmregel der realen Welt gilt durchaus auch für die Digitale. Man sollte auch online freundlich miteinander umgehen. In einer Email gilt eine entsprechende Anrede und Begrüßung, die Bestätigung vom Empfang wichtiger Emails, und entsprechend der Person, das Siezen. Oftmals wird in der digitalen Welt vergessen, dass am anderen Ende ebenfalls ein Mensch sitzt. Eine einfache Floskel, wie zum Beispiel „liebe Grüße“ oder ein in der Internetsprache oft benutztes „LG“, reicht schon aus um den Menschen am anderen Ende froh zu machen. Vor allem in der Arbeits-Welt ist es aber angebracht keine Abkürzungen oder Umgangssprache zu benutzten, sondern gut formulierte Sätze zu benutzen. Rechtschreibung hat auch im professionellen Online-Alltag hohe Wichtigkeit.

Student:in

Vorsicht mit der Smartphone-Nutzung in der Öffentlichkeit!

Wenn das Handy in der Öffentlichkeit klingeln sollte, halte mindestens ein paar Meter Abstand zu der nächsten Person und rede nicht zu laut. Über dein Privatleben will wirklich kein Fremder im Detail informiert werden. Beim Essen gelten folgende digitale Tischmanieren: es ist generell okay während dem Essen sein Handy zu benutzen, wenn es andere Leute an deinem Tisch auch tun. Achte darauf, dass dein Smartphone mit dem Display nach unten auf dem Tisch liegt, sodass man beim empfangen der Nachrichten nicht gestört wird. Generell sollte man um Entschuldigung bitten, bevor man einen Anruf entgegennimmt.

 

Weitere digitale Benimmregeln gelten (hoffentlich) mittlerweile als selbstverständlich. Zum Beispiel, dass man keine Fotos auf soziale Netzwerke stellen sollte die unangemessen sind. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass „Netiquette“ mit der steigenden Wichtigkeit der Digitalisierung auch immer mehr an Bedeutung gewinnen. Wir sollten uns digitale Benimmregeln deshalb durchaus zu Herzen nehmen.