Allianz Geschäftsstelle Potsdam

Vertretervereinigung Allianz - die Interessenvereinigung unserer Selbstständigen

  • Di, 30. Jul 2019
Selbstständiger Unternehmer und trotzdem nicht allein?
Ja das geht und zwar zum Beispiel als Handelsvertreter bei der Allianz.
Lies hier alles zur Vertreter Vereinigung Allianz oder kurz VVA.

In unserer Vertriebseinheit, der Geschäftsstelle Potsdam, gibt es ca. 150 selbstständige Handelsvertreter oder Agenturinhaberinnen und Agenturinhaber. In fast jedem Ort findet man ein „blaues Fachgeschäft“ und damit einen kompetenten Ansprechpartner zu allen Finanz- und Vorsorgefragen.

Gemeinsam organisieren sich diese Vertreter in der Vertreter Vereinigung Allianz, die Interessengemeinschaft unserer Selbstständigen. 
Wer ist das und was machen die eigentlich?

Das haben wir den Potsdamer Geschäftsstellensprecher der VVA, Herrn Michael Schröder, gefragt:
 

Welche Aufgaben hat die VVA?

 

Die Aufgaben sind sehr vielschichtig und oft nicht direkt sichtbar.

Ich würde das gerne in 2 Bereiche aufteilen: die Arbeit in den Geschäftsstellen vor Ort und der überregionale, bundesweite Einsatz in verschiedensten Fachbereichen und Arbeitskreisen.

Dazu vielleicht ein kurzer Überblick zur Aufstellung der VVA insgesamt:

Die VVA ist in Deutschland in 5 Organisationen aufgeteilt: Nordost, Nordwest, Südwest, Südost und Spezialvertrieb.

Die Geschäftsstelle Potsdam gehört natürlich zum Nordosten.

Der Zusammenschluss aller regionalen Organisationen findet sich dann in der Interessengemeinschaft (IG e.V.). Hier werden dann die überregionalen Themen mit großer Reichweite für über 7.500 Mitglieder in ganz Deutschland besprochen und beschlossen. Als Beispiel gehört dazu die europaweite Digitalisierungsstrategie der Allianz und der Agenturen.

In den Fachbereichen und Arbeitskreisen tauschen sich Mitglieder der VVAen gemeinsam mit Allianz-Mitarbeitern und Vorständen zu Themen wie Produktgestaltung, Technik, Rahmenverträgen, Provisionen, Versorgungswerken (Altersvorsorge für selbstständige Handelsvertreter der Allianz) oder auch Incentive-Gestaltungen. Gemeinsame Ideen z.B. zu innovativen Produkten werden in diesen Projektgruppen erarbeitet und auch durch Pilotagenturen auf Herz und Nieren getestet.

 

Vor Ort in den 60 Geschäftsstellen gibt es außerdem für unsere Mitglieder regionale Ansprechpartner, sog. Bereichssprecher/innen oder auch Beiräte genannt. Hier werden vor allem Themen wie Agenturgründung, Pensionierungen, Agenturmanagement oder auch die eigene Absicherung sowie die Absicherung des Unternehmens behandelt. Die ehrenamtlich engagierten Kolleginnen und Kollegen sind ebenfalls „ganz normale“ Haupt- oder Generalvertreter und kennen die Themen und Herausforderungen im Alltag.

 

Am Ende entscheidet eine gute Kommunikation von Wenigen weiter an Viele. Hier können wir immer besser werden und unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort besser auf dem Laufenden halten.

 

Wer sind die aktuellen Sprecher?

 

In der Geschäftsstelle gibt es 6 Bereiche und folgende Kollegen, die sich hier engagieren:

            Stefanie Streck (gleichzeitig Pro 3 Beauftragte unserer Geschäftsstelle)

            Christiane Fuchs

            Glenn Burgemann

            Christian Michel (gleichzeitig stellvertretender Geschäftsstellensprecher)

            Stephan Sabisch

            Carsten Lentz

 

In jedem Vertreterbereich gibt es dann auch noch Stellvertreter/innen. Diese Bereichssprecher bestimmen dann den Geschäftsstellensprecher. Diese Funktion darf ich seit 2016 ausüben, Michael Schröder, Vertreter im Südwesten Berlins.

 

Wie wird man Mitglied?

 

Jeder selbstständige Handelsvertreter darf Mitglied der VVA werden. Das sind bei uns Vertreter, Agenturpartner und auch Vertreter in Einarbeitung.

Der Mitgliedsantrag ist auf unserer Homepage zu finden: www.vva-nordost.de.

Hier findet man auch alle relevanten Informationen und Protokolle aller Sitzungen.

Das Rahmenvertragsportal läuft auch über diese Homepage.

 

Jedes Mitglied hat auch über die Homepage zu ICAS. Das ist eine professionelle Vertreterunterstützung für Krisenfälle. Bei Problemen können sich die Kollegen direkt dorthin wenden.

 

Das alles ist eingepreist und kostet die Mitglieder einen Jahresbeitrag von 200€. Das erste Kalenderjahr ist sogar kostenfrei!

 

Warum bist du eigentlich in der VVA?

                                         

Als Vertreter ist es Ehrensache in der VVA zu sein.

Die Kollegen engagieren sich alle neben ihrem eigentlichen Job und investieren eine Menge Ihrer Freizeit.

 

Warum sollte man sich engagieren?

Nur wenn man sich selbst engagiert, kann man auch was bewegen. Vielleicht habe ich auch irgendwie ein „Klassensprecher-Syndrom“ :-).

 

Wie viel Zeit nimmst du dir für die VVA-Arbeit?

 

Das ist ganz unterschiedlich und stark abhängig von den aktuellen Themen.

Ich persönlich bin fast täglich mit VVA-Themen beschäftigt, natürlich nicht immer am Stück. Es kommen da gut und gerne 10 Stunden in der Woche zusammen.

 

Was sind die wichtigsten Themen?

 

Im Moment beschäftigen uns vor allem regulatorische Fragestellungen, betriebswirtschaftliche und unternehmerische Herausforderungen, Produktgestaltungen für eine wettbewerbsfähige und kundenorientierte Zukunft und das Erarbeiten von tragfähigen Rahmenbedingungen.

 

Dabei passiert viel im Hintergrund und ist von außen nicht sichtbar. Unsere Vertragspartner, die ABV, sind nun mal keine Selbständigen – da fehlt manchmal einfach der tiefere Blick in die Abläufe einer Agentur.

 

Welches war Dein interessantestes Erlebnis in der VVA?

 

Ich selbst finde die Kaminabende im Agenturgründerseminar besonders gelungen. Das sind Zusammentreffen mit Vertretern der VVA und aktuellen Neugründern aus dem gesamten Vertriebsgebiet. Im letzten Jahr habe ich viele dieser Gründungen begleitet. Es ist toll teilzuhaben an dieser spannenden Gründungsphase und die Entwicklung der einzelnen Kollegen zu verfolgen. Genauso emotional ist es aber auch, langjährige Kolleginnen und Kollegen in den Ruhestand zu begleiten.

 

Welches war bis jetzt das „blödeste“ Thema?

 

Ganz klar das Jahr 2018 und die Veränderungen im Provisionsmodell Strategie. Gerade hier im Nordosten hat das eine große Masse von Kolleginnen und Kollegen betroffen – unsere Agentur inbegriffen. Man muss trotzdem so rational wie möglich bleiben. Das war hart und hat alle Kraft gekostet, die ich geben konnte. Umso mehr freut es mich, dass wir in Potsdam keinen auf der Strecke verloren haben.

 

Welche Berührungspunkte habt ihr mit der Geschäftsstelle (Potsdam)?

 

In den Vertreterbereichen gibt es eine gute Vernetzung zwischen den Bereichssprechern und den Vertreterbereichsleitern. Regelmäßig werden die Fragen und Themen der Kollegen regional mit dem zuständigen Vertreterbereichsleiter (VBL) der Allianz diskutiert.

 

Außerdem ist in jeder Bereichstagung ein VVA-Part fest verankert und dient dem Austausch der Kollegen vor Ort. Wir unterstützen unsere Mitglieder natürlich auch bei Einzelgesprächen z.B. mit dem VBL oder dem Geschäftsstellenleiter. Manchmal ist ein Vertreterkollege an der Seite eben die beste Unterstützung, wenn man mal reden muss.

 

Zwei Mal im Jahr treffen wir uns dann in großer Runde mit dem Führungskreis der Geschäftsstelle. Als Geschäftsstellensprecher stimme ich mich auch regelmäßig mit unserem Geschäftsstellenleiter, Herrn Müller ab. Das sind dann heikle Themen wie dauerhafte Erkrankungen von Vertreterkollegen oder leider auch Revision- oder Compliance-Vorfälle. Natürlich haben wir schöne Themen und sind erste Ansprechpartner wenn es um die Stimmung „in der Truppe“ geht.

 

Wie läuft die Zusammenarbeit?

 

Die vertrauensvolle und sehr wertschätzende Zusammenarbeit in Potsdam ist über die Grenzen unserer Geschäftsstelle hinaus bekannt. Wir pflegen ein transparentes Miteinander, tauschen uns oft aus und klären die Dinge lieber im eigenen Laden. Doch nicht missverstehen, es ist nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen. Wir reiben uns auch an Themen, was normal zwischen Interessenvertretern der Gesellschaft und den Selbständigen ist. Am Ende geht es immer um das WIE und die gemeinsame Lösung. Und die haben wir bis jetzt noch immer gefunden!

 

Gibt es sowas wie eine VVA eigentlich auch bei anderen Versicherungen?

 

Ja, eigentlich haben alle deutschen Ausschließlichkeitsvermittler ein solches Gremium. Die Interessengemeinschaft der Allianz ist jedoch bundesweit mit über 7.500 Mitgliedern der größte Zusammenschluss. Allein im Nordosten sind 92% der selbstständigen Vertreterinnen und Vertreter Mitglied in der VVA und bei uns in Potsdam sogar 96%. Darauf bin ich echt stolz und möchte mal Danke sagen für das große Vertrauen.

 

Was habt ihr bisher erreicht für eure Mitglieder?

 

Das sind sehr sehr viele Dinge in über 100 Jahren unserer Vereinstätigkeit. Wie gesagt, Vieles passiert im Hintergrund.

 

Wir haben spezielle Produktmerkmale mitgestaltet, haben die E-Business Verträge geholfen zu entwickeln. Wir bringen die Anliegen unserer Kunden über die VVA an die Produktgeber. So muss ein Kunde bei einer Zuzahlung in einen Schatzbrief z.B. nur noch die Hälfte der Kosten tragen, wie noch vor ein paar Jahren. Wir sind wirklich immer im Boot und bringen uns in allen Bereichen ein: Produkttests, UX Shadowing, Ausgestaltung von Geschäftsplänen und Investitionsbedarfe. Die Liste ist schier endlos…

 

Und nun unsere letzte Frage: warum bist du eigentlich Vertreter bei der Allianz?

 

Als anständig gelernter Bankkaufmann bei der Dresdner Bank hatte ich 2001 beim Kauf durch den blauen Versicherungsgiganten keine andere Wahl und wurde Allianzer. Aus der Herausforderung im neuen Job-Umfeld habe ich das Beste gemacht und den Abschluss zum Versicherungsfachmann zusätzlich absolviert. Nach einer Zeit als Kundenbetreuer und Versicherungsbeauftragter bei der Bank wurde ich Vertreterbereichsleiter und habe die Führungsqualifikation für die Ebene 2 ablegen dürfen. Meine heutige Sozietätspartnerin, Nadja Jäger, hat dann 2010 wieder die Freude von direktem Kundenkontakt in mir geweckt. So sind wir seit dem 01.01.2011 mit viel Herzblut und Leidenschaft als Jäger & Schröder OHG für unsere Kunden da. Nadja und unser Team ermöglichen mir überhaupt erst diese zweite Leidenschaft, mich als VVA Funktionsträger einzusetzen.

 

Warum bin ich heute selbstständig?

 

Ich liebe diesen Job und halte ihn für unglaublich wichtig. Unser Berufsbild ist zu Unrecht so schlecht, da ganz viele Kolleginnen und Kollegen jeden Tag Dienstleistung und Service für diejenigen erbringen, die den ganzen Spaß hier zahlen: unsere Kunden!

Man lernt viele interessante Menschen und ihre Geschichten kennen, man entwickelt sich permanent weiter und kann sich auch exzellent spezialisieren. Die Selbständigkeit gibt mir dazu den nötigen Freiraum und lässt dieses VVA Engagement erst zu.

 

Vielen Dank für die Zeit, Michael Schröder!

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