Allianz Geschäftsstelle Potsdam

Von der Bundeswehr ins zivile Leben

  • Mi, 17. Okt 2018
Auf ein Gespräch mit Marcus Otte: nach der Karriere als Fallschirmjäger im Dienstgrad Major, stellte sich die Frage "was nun?". Vertrieb sollte es sein. Lies hier das komplette Interview und erfahre was Staubsauger damit zu tun haben.

Heute treffen wir Herrn Marcus Otte, Vertreterbereichsleiter der Allianz Geschäftsstelle Potsdam.

Interviewer: Wie sind Sie zur Allianz gekommen?

Zum Ende meiner Bundeswehrzeit stellte sich für mich die Frage: „Und was jetzt???“ Ich wollte unbedingt in den Vertrieb: Versicherungen oder Staubsauger. Für Versicherungen und für die Allianz habe ich mich entschieden, da dieser Konzern mir die beste Vorbereitung / Ausbildung auf meine zukünftige Vertriebstätigkeit bot.

Und dieses Versprechen hat die Allianz auch gehalten.

Interviewer: Was hat Sie am meisten überrascht bzw. womit hätten Sie nicht gerechnet?

Das ich als Bundeswehroffizier, der im geteilten Deutschland vereidigt wurde, die deutsche Wiedervereinigung erlebt, war schon ein nationales Geschenk. Das ich aber bereits seit 3 Jahren um Berlin arbeiten darf und mich hier auch noch pudelwohl fühle , hätte ich am 07. November 1989 noch nicht gedacht. Das ist wohl die größte Überraschung meiner Generation.

Interviewer: Wie verlief Ihr Werdegang bei der Allianz?

Juli 1994 – September 1994 Vertriebsausbildung im Frankfurter Informations Zentrum (FIZ)

Oktober 1994 – April 1995 Kundenberater in einer Generalvertretung (Kassel)

Mai 1995 – Dezember 1995 Bezirksleiter im Angestelltenvertrieb (Kassel Stadt)

Januar 1996 – Dezember 1996 Vertriebsbeauftragter (Nordhessen)

Januar 1997  - Juni 1999 Leiter eines Vertreterbereiches (Wiesbaden)

Juli 1997 – Dezember 2010 Verwendungen in anderen Gesellschaften

Januar 2011 – Dezember 2013 Leiter eines Vertreterbereiches (Göttingen)

Januar 2014 – Dezember 2015 Leiter eines Vertreterbereiches (Neuruppin)

Seit Januar 2016 Leiter eines Vertreterbereiches (Potsdam)     

 

Interviewer:  Wie lief Ihr Bewerbungsverfahren?

Nun ist 1994 schon einige Tage her, aber wesentliche Dinge sind bis heute bewahrt worden. Ich empfand das Bewerbungsverfahren als fordernd, mit der Möglichkeit diverse Repräsentanten meines zukünftigen Arbeitgebers kennenzulernen (Mehraugenprinzip). Da sich das Verfahren auch über mehrere Wochen erstreckte, wurde bei mir das Gefühl einer gut abgewogenen Entscheidung erzeugt. Als dann der Anruf erfolgte und man mir ein Vertragsangebot unterbreitete, erzeugte das in mir ein Gefühl der finalen Zufriedenheit. Ich habe mich sehr gefreut. So sollte doch auch eine Partnerschaft beginnen, oder???

Interviewer: Warum sollte man bei der Allianz anfangen?

Wenn man Spaß an herausfordernder Arbeit hat, sich auf komplexe Sachverhalte einlassen möchte, wie; eine Arbeitnehmerfamilie/einen Kleinunternehmer in Sachen Versichern, Vorsorge und Vermögen gegen alle Risiken des Alltags zu beraten und abzusichern, ja dann ist man bei uns richtig.

Als Marktführer, nicht nur in Deutschland, sind wir für die Herausforderungen der Zukunft super aufgestellt. Egal ob Veränderung der Märkte oder aber die Herausforderungen der Digitalisierung:

„Big ist beautiful“ .

Interviewer: Was ist das Tollste an Ihrem Job als Bereichsleiter? 

Kein Tag ist wie der Andere und das ich mich, unter Einhaltung fester Spielregeln, auch größtenteils selbstverwirklichen kann. Man hat das Gefühl von Gebrauchtsein und Wertschätzung, was man sicher nicht bei jedem Job und nicht von jedem Arbeitgeber / Partner behaupten kann. Dabei darf man das Gefühl der Zukunftssicherheit nicht außer Acht lassen.

Interviewer: Wie sieht Ihr täglicher Arbeitsablauf aus?

 Mein Arbeitstag beginnt um 08:00 Uhr und endet gegen 20:00 Uhr. Das klingt nach richtig viel. Da ich mir aber Tagesablauf, Arbeitspakete und Aufgaben größtenteils selbst organisieren und einteilen kann, vergeht die Zeit „wie im Flug“. Ich empfinde einen solchen Arbeitstag also nicht als Belastung, da ich mir ja Beginn und Ende selbst lege. 

Interviewer: Was zeichnet die Geschäftsstelle Potsdam besonders aus? 

Irgendwie gelingt es hier über alle Mitarbeiterfunktionen ein „Wir sind-Potsdamer“ – Gefühl zu entwickeln. Angefangen bei unserem Chef hört es beim „kleinsten Mitarbeiter / Partner“ noch lange nicht auf. So eine Teamzugehörigkeit habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Es ist toll, ein Teil davon zu sein.

Interviewer: Was zeichnet aus Ihrer Sicht den optimalen Berater aus?

 Ich glaube nicht an den optimalen Berater. Schließlich gehören auch Macken, Ecken und Kanten zu unserer Persönlichkeit. Allerdings gibt es ein paar Eigenschaften, die es uns in unserem Job erleichtern. Dazu gehören aus meiner Sicht, Selbstorganisation, Zuhören können, Freundlichkeit und ein ehrliches Grundverständnis für die Sichtweise meines „Gegenübers“. Auch ist eine bedingungslose Einlassung auf den Begriff der „Dienstleistung“ in unserem Arbeitsalltag  nicht hinderlich.

Interviewer: Welches war das eindrucksvollste Erlebnis mit Kunden?

Angesichts der Elbehochwasser, bei denen Menschen mitunter alle Sachwerte, die sie über ihr gesamtes Arbeitsleben erschaffen haben, verloren; in diesen Situationen menschlicher Hilflosigkeit, hatte ich das Gefühl den wichtigsten Job in diesem Universum zu haben. Familien wieder eine Zuversicht zu geben, ihnen einen kleinen Sonnenstrahl der Hoffnung  ins Gesicht zu zaubern, der mit einem Lächeln gekrönt wird. Das war so ziemlich das Eindrucksvollste, das ich je erlebt habe.

Nicht vergessen möchte ich aber auch die unendliche Dankbarkeit der Betroffenen, gegenüber uns und allen Ersthelfern (Bundeswehr, Feuerwehr, THW, Dt. Rotes Kreuz, usw.)

Interviewer: Was war die lustigste Anekdote mit Kunden?

Als mir ein Mannheimer Vertreter einmal sagte, „bei unserer heutigen Verkaufsbegleitung schließen wir eine Unfallversicherung ab“. Nichts ahnend fuhren wir los und die Fahrt endete vor dem abgesperrten Grundstück der Familie einer ehem. Deutschen Tennisspielerin. Dieser Risiko-Unfallvertrag war der größte Einzelabschluss in Unfall, der in meinem Beisein gezeichnet wurde. 

Interviewer:  Welches war die größte Herausforderung und welche sehen Sie zukünftig?

Herausforderungen liegen meiner Meinung nach, nie in der Vergangenheit, denn: „Alles Leichte, war einmal schwer, bevor es leicht wurde“.

Für mich liegt die Herausforderung in den immer schneller und immer umfassenden gesellschaftlichen Veränderungen, die mit der Globalisierung / Digitalisierung einhergehen und vor dem Arbeitsumfeld auch nicht Halt machen.

Lebenslanges Lernen ist somit keine Floskel mehr, sondern geforderte Realität.

Interviewer: Versicherungen ist das nicht langweilig?

Neee, absolut nicht. Jeder Kunde, jeder Gesprächsinhalt, jede Aufgabe ist irgendwie anderes. Das gepaart mit den gesellschaftlichen Veränderungsprozessen lässt keine „Langeweile“ aufkommen.  

 

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