Allianz Geschäftsstelle Schwerin

Der Start in die Selbständigkeit – Status Quo nach 20 Wochen

  • Do, 2. Mai 2019
Es ist Zeit für ein erstes Fazit, 20 Wochen als Hauptvertreter sind geschafft und sie waren turbulent. Aber alles der Reihe nach.

Mein Name ist Ingo Heinze und ich habe zum 01.12.2018 eine Versicherungs-Agentur in Schwerin gegründet. Bei der Allianz begonnen habe ich in einem Trainee-Programm, also mit dem Ziel als Führungskraft in einem Angestelltenverhältnis tätig zu sein. Während dieser Ausbildung konnte ich in so ziemlich in alle Bereiche Einblicke bekommen – Beratung und Verkauf, Recruiting und Ausbildung, Planung und Umsetzung, Geschäftsplananalysen, Funktionsweisen von Agenturen, allgemeine Strukturen und Abläufe begleitet durch Erfolge und auch Misserfolge … Und ich habe die Chance gehabt mit Geschäftsstellenleitern, Vertriebsdirektoren und sogar Vorständen zusammen zu arbeiten, um tiefgründiges Wissen in der Welt der Allianz zu erlangen.

Mein Weg war eigentlich klar festgelegt – es kam aber wie so oft anders als gedacht.

Im Laufe der Zeit wuchs der Gedanke, selber für meine Geschicke verantwortlich zu sein und das erlernte Wissen auf eine andere Art zu nutzen. Und so ergab sich nach einigen Gesprächen und intensiven Planungen die Chance, eine eigene Agentur zu gründen. Nach intensivem Abwegen der Pro- und Kontras mit meiner Familie zusammen sollte es dann also mein neuer Weg werden.

 

Das Büro war relativ schnell gefunden und auch die Umsetzung der Personalplanung ging glücklicherweise ohne größere Probleme von statten. So konnte ich ab Anfang Februar mit viel Liebe und Aufwand das Büro einrichten und alles vorbereiten, was ich mir für meine eigene Agentur vorgestellt habe. Bisher lief also alles wie am Schnürchen … Schritt für Schritt wurden die anfallenden Aufgaben erledigt. Doch die Liste wurde irgendwie nicht wirklich kürzer, denn jeden Tag kam etwas hinzu. Klar gab es viel Unterstützung von Seiten der Allianz oder von Familie und Freunden aber es kamen dennoch unerwartete Probleme auf mich zu. Bei der Einrichtung der Telefonanlage erfuhr ich durch die Techniker, dass die Anlage zu alt war und somit erneuert werden musste was zur Folge hatte, dass viel Zeit verloren ging und unerwartete Kosten auf mich zukamen. Die Bestellung der Außenwerbung zog sich auf Grund der enormen Auftragslagen weit über den Eröffnungstag hinaus, was mich enorm ärgerte. Der Kampf mit den Behörden begann und plötzlich waren Dinge auf dem Tisch, die so vorher irgendwie noch nicht in Betracht gezogen wurden und vielerlei Beachtung bedurften. Das Einarbeiten der Mitarbeiter und die Umsetzung der Büroabläufe hat zudem enorm viel Zeit in Anspruch genommen, mehr als gedacht und es ist natürlich bis heute auch noch nicht beendet - um nur einige der Herausforderungen zu nennen … Um es also auf den Punkt zu bringen, es waren gefühlt mehr Aufgaben zu erledigen als Stunden am Tag zur Verfügung. Und nicht jede dieser Aufgaben konnte sofort abgearbeitet werden und musste größtenteils auch nur durch mich erledigt werden. Willkommen also im Leben eines Selbstständigen – SELBST und STÄNDIG …

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Gründungsphase sind also, dass man unglaublich strukturiert und durchdacht an die Aufgaben gehen und Geduld beweisen muss und vor allem nie Einknicken darf, wenn unerwartete Dinge passieren. Denn genau das passiert im Verlaufe einer kompletten Neugründung und wird sich vermutlich auch nie ändern …Es gibt keine Probleme, nur Lösungen …

 

Ich muss jedoch zugeben, dass ich trotz all des Stresses und den vielen kleinen Stolpersteinchen jeden Tag mit Spaß bei der Sache bin, denn es hat sich entscheidend etwas verändert à Ich mache alles ausschließlich für mich selber und dadurch ist meine Motivation ungebrochen. Die Art und Weise ist eine völlig andere und das spiegelt sich bis heute in der täglichen Arbeit wieder. Ich gestalte meinen Tag nach meinen Vorstellungen, konzentriere mich auf das, was mich nach vorne bringt und setze meine Energie da ein, wo ich für mich den größten Nutzen sehe. Ich spreche mit jedem Kunden aus tiefster Überzeugung, denn es sind MEINE Kunden, die ich bestens beraten möchte und die mein Agenturbild nach außen prägen. Und dass durch die vielen Kunden Tag für Tag neue Herausforderungen entstehen macht die Arbeit in einer Agentur einfach nur lebhaft. Aufkommende Probleme mit der Technik, die vielen nötigen Weiterbildungen, das zwingende Einhalten der rechtlichen Vorschriften, das tägliche Spiel mit den Einnahmen und Ausgaben, das Zusammenarbeiten mit dem Steuerberater oder einfach nur der nie endende Papierkram – das alles gehört einfach dazu.

Ebenso ist es für mich enorm wichtig, viel Kraft und Zeit in meine Mitarbeiter zu investieren, denn nur mit einem guten Team ist mit Blick auf die Zukunft ein wachsender Erfolg möglich. Daher erwarte ich viel Bereitschaft, Vertrauen, Loyalität und vor allem Spaß bei der Arbeit und ich kann mit Recht behauptet, mein Team macht Spaß und das Klima ist toll.

Nun gilt es konsequent an die Arbeit zu gehen um eine Basis zu schaffen, auch in vielen Jahren noch eine erfolgreiche Agentur leiten zu können – immerhin soll dieser Weg die letzte berufliche Veränderung sein.

 

… Ob es nun generell die richtige Entscheidung war kann ich heute natürlich noch nicht sagen und wird sich vermutlich auch erst in ein paar Jahren zeigen … Stand jetzt würde ich diesen Schritt aber immer wieder so gehen …

 

Ihre Allianz Agentur Ingo Heinze

Alle Stories