Women@Sales: Alleinerziehend und selbstständig?
Vereinbarkeit ist möglich – auch alleinerziehend
Für viele klingt das nach einer kaum zu bewältigenden Doppelbelastung. Doch es gibt Frauen, die genau das jeden Tag leben und zeigen: Mit der richtigen Struktur, einem unterstützenden Umfeld und einer guten Portion Selbstbewusstsein ist beides möglich – Mutter sein und Unternehmerin.
Wie das in der Praxis aussieht, zeigt Sabrina Cavdar. Sie ist seit über zehn Jahren selbstständige Allianz Vertreterin und alleinerziehend mit zwei Söhnen. Im Interview erzählt sie, wie sie ihren Alltag zwischen Agentur und Familie organisiert und was sie an der Selbstständigkeit besonders schätzt.
Sabrina, was bedeutet Selbstständigkeit für dich im Familienalltag?
„Für mich bedeutet Selbstständigkeit vor allem Flexibilität und Freiheit. Ich war noch nie angestellt – ich kenne es gar nicht anders. Als alleinerziehende Mutter ist es für mich entscheidend, meine Zeit eigenständig einteilen zu können. Wenn meine Kinder krank sind, muss ich mich bei niemandem abmelden, sondern organisiere mich einfach um. Als sie noch kleiner waren, hatte ich sogar eine Spielecke in meiner Agentur, damit ich sie bei Bedarf mit zur Arbeit nehmen konnte. Klar, es braucht Disziplin und eine gute Struktur. Aber wer bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, wird mit einer Freiheit belohnt, die es so in kaum einem anderen Beruf gibt.“
Gab es Phasen, in denen du besonders froh über die Selbstständigkeit warst?
„Auf jeden Fall – besonders wenn meine Kinder krank waren und ich flexibel reagieren konnte. Oder wenn ich mir einfach sagen konnte: Heute nehme ich mir den Vormittag frei und bin für meine Kinder da. Diese Spontanität ist ein großes Geschenk. Gleichzeitig gibt es Phasen, in denen man an seine Grenzen kommt.“
„Vertrieb lebt von Erfolg, und wie erfolgreich man sein möchte, bestimmt man selbst. Das ist Freiheit und Verantwortung zugleich.“
Wie gelingt es dir, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen?
„Was mir am meisten hilft: Ich habe wirklich Spaß an meiner Arbeit. Ich bin gerne Mama und gerne Unternehmerin und ich glaube fest daran: Du kannst beides sein. Natürlich braucht es eine verlässliche Kinderbetreuung. Wenn man weiß, dass die Kinder gut aufgehoben sind, ist schon viel gewonnen. Man muss Lust haben, erfolgreich zu sein und Freude dabei. Das ist ganz wichtig. Außerdem spielt Organisation eine riesige Rolle. Ich plane meine Termine so, dass ich nachmittags für meine Kinder da sein kann. Als sie noch klein waren, habe ich sie freitags um 14 Uhr abgeholt – das war mir heilig. Heute nutze ich den Freitagnachmittag anders, aber dass ich mir diese Zeit freihalte, hat sich nicht geändert. Generell versuche ich, zwischen 16:30 und 17:00 Uhr Feierabend zu machen. Nicht weil ich muss, sondern weil mir diese klare Grenze hilft, abends wirklich abzuschalten und für meine Familie da zu sein.“
Welche Unterstützung bekommst du von der Allianz?
„Meine Geschäftsstelle war immer sehr unterstützend. Es wurde nie zu viel Druck ausgeübt, sondern eher die Haltung: Nutze die Zeit, die Du hast, effektiv. Meine Kinder durften auch mit zu Veranstaltungen kommen, das hat vieles leichter gemacht. Außerdem profitiere ich stark von der Digitalisierung und den Strukturen, die die Allianz bietet, zum Beispiel Online-Termine oder der Zugang zu Spezialist:innen. Das gibt mir eine gute Einbettung, ohne meine Freiheit einzuschränken.“
Was würdest du Frauen raten, die den Mut aufbringen wollen, beides zu leben – Mutter und Karrierefrau?
„Ich glaube, Frauen, die Karriere machen möchten, brauchen nicht unbedingt Mut – sie brauchen ein gesundes Selbstbewusstsein und Disziplin. Mein Rat: Habe Struktur, habe einen Plan B und einen Plan C. Und vor allem: Sei Du selbst. Du kannst dein Unternehmen nach Deinen Wünschen aufbauen und das solltest Du auch tun!“
Selbstständigkeit bei der Allianz bedeutet für Sabrina: Unabhängigkeit.
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