Allianz Geschäftsstelle Stuttgart

Interview mit Geschäftsstellenleiter Alexander Stephany zur aktuellen Situation

  • Do, 7. Mai 2020
Alexander Stephany beschreibt im Interview den Umgang mit der Corona Krise und erklärt warum sich der Einstieg beim Marktführer lohnt.

Als Geschäftsstellenleiter verantworten Sie die Vertriebsorganisation der Allianz im Großraum Stuttgart.

Wie wirkt sich die Corona Krise auf die Allianz in der Region Stuttgart aus?

Die Corona-Krise trifft natürlich auch unsere Versicherungsbranche in vielerlei Hinsicht. Uns im Vertrieb trifft natürlich ganz besonders, dass der tägliche persönliche Kontakt mit unseren Kunden, den wir Allianz Vertriebler lieben, abrupt stark eingeschränkt wurde, und sich jetzt in der neuen Normalität auch erst wieder eingrooven muss . Dabei hilft uns, dass wir unter dem Motto „digital und persönlich“ in der Allianz schon seit Jahren einen konsequenten Digitalisierungskurs verfolgen, der unsere Agenturen komplett einbindet. Zudem stehen viele Services über  https://www.allianz.de/service/meine-allianz/ und die Vertreterhomepage unsere Kunden 24/7 zur Verfügung. Wir waren und sind also bestens gerüstet, unser Geschäftsmodell nicht nur vorübergehend komplett digital umzusetzen. Die letzten sechs Wochen haben dabei gezeigt, dass wir auch in der Zeit, in der wir trotz Systemrelevanz unsere Agenturen für den Publikumsverkehr aus Verantwortungsbewusstsein für die Volksgesundheit geschlossen hatten, für unsere Kunden ohne Qualitätsverlust da sein konnten #digitalundtrotzdemnah.

Wie wirkt sich die Corona-Krise auf Ihre Personalplanung und –suche aus?

Der demographische Wandel stellt mich und meine Organisation vor eine riesen Herausforderung. Von unseren 160 General- und Hauptvertretern, die 215.000 Kunden betreuen, werden in den nächsten fünf Jahren über 30 in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Um unseren Kundenservice wie beschrieben hoch zu halten, wollen wir keinen Standort schließen, sondern eher neue Standorte gründen. Von daher ist unser Personalbedarf ungebrochen hoch und Corona ändert an diesem Bedarf gar nichts! Wir suchen für unsere Agenturen Auszubildende, Kundenbetreuer und Agenturpartner. Ferner bieten wir Profis vom Markt attraktive Umstiegsmodelle und suchen auch für den Bereich der Spezialisten und Führungskräfte Nachwuchs, denn auch von unseren Angestellten werden einige in den kommenden Jahren ihr jahrzehntelang gutes und sicheres Einkommen gegen eine ebenfalls sichere und hohe Allianzrente tauschen. In den Quartalen 1 und 2 haben wir bereits 17 Menschen neu eingestellt, bzw. Auszubildende nach der Ausbildung übernommen und ich halte an meinem Einstellungsziel von 50 inklusive Auszubildende für das Jahr 2020 fest. Dabei bin ich auch sehr optimistisch, dieses zu erreichen.

Welche Veränderungen haben Sie im Zuge der Corona-Krise im Einstellungsprozess vorgenommen?

Der herkömmliche Einstellungsprozess besteht aus mehreren persönlichen Interaktionen, wie Interviews und einem Assessment-Center. Um den gesetzlichen Anforderungen und den individuellen Schutzmaßnahmen gerecht zu werden, haben wir in kürzester Zeit den gesamten Prozess digital transformiert. Daher können alle Bewerber im laufenden Verfahren den Prozess mit geplantem Einstellungsdatum fortsetzen und auch neue Bewerber jederzeit in den Bewerbungsprozess einsteigen. Die Digitalisierung des Einstellungsprozesses versetzt uns zudem in die Lage auch ein höheres Bewerberaufkommen zu bewältigen. Ich habe inzwischen mehrere Bewerber eingestellt, die ich „nur“ im Videointerview gesehen habe. Diese Umstellung war auch für mich im ersten Moment komisch, da ich meine neuen Mitarbeiter bzw. Geschäftspartner gerne persönlich vor Vertragsabschluss sehe. Rückblickend sehe ich aber keinen Qualitätsunterschied und freue mich viel mehr darüber, dass unser Recruiting einfach reibungslos weiterläuft. Für unsere Bewerber*Innen ist im Prozess natürlich jetzt von besonderer Bedeutung, digital bestens aufgestellt zu sein. Aber da die Jobs, die wir anbieten, wie oben beschrieben auch immer digitaler werden, ist das kein Problem, sondern im Gegenteil: absolut gut so!

Lohnt sich der Einstieg im Vertrieb trotz der schwierigen Rahmenbedingungen?

Auf jeden Fall! Als ich 2001 nach meinem Studium in Hohenheim mit einem Personaler als Bewerber gesprochen habe, hat er mir einen Satz gesagt, der sich in meinem Gedächtnis eingebrannt hat: Gute Vertriebler gibt es immer zu wenige. Seit 2007 bin ich in verschiedenen Funktionen für die Allianz selbst auf Personalsuche und kann das aus meinem Erleben bestätigen: Es hat sich in den letzten 20 Jahren trotz Digitalisierung und jetzt Corona nichts verändert: Gute Vertriebler*Innen suche ich immer und stelle ich immer gerne ein. Unsere Produkte sind für unsere Kunden nach wie vor wichtig, vielleicht sogar wichtiger denn je und trotz aller Bemühungen alles andere als selbsterklärend. Unsere Kunden wollen trotz aller digitalen Möglichkeiten einen Menschen, der sie berät und ihnen hilft, wenn‘s drauf ankommt. Zudem übernehmen wir eine wichtige gesellschaftspolitische Rolle, indem wir unsere Kunden über die Absicherung existenzbedrohender Risiken beraten und sie dazu bringen, diese abzusichern. Die Themen Krankheit, Pflege und Tod, sind Themen, mit denen sich kaum ein Mensch gern von sich aus aktiv beschäftigt, obwohl sie jeden betreffen, weil sie zum Leben dazugehören. Wenn man sich nicht damit beschäftigt, kommt neben dem persönlichen Schicksalsschlag oft noch ein finanzieller Schlag dazu, der ganze Familien in finanzielle Nöte bringen kann. Das zu verhindern, ist der wichtigste Teil unseres Jobs und diesen Teil wird uns aus meiner Sicht nie eine Maschine abnehmen können.

Welche Tipps können Sie unseren Bewerbern mit auf den Weg geben?

Wir suchen wissbegierige Menschen, die den Kunden und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen. Ich selbst habe erst nach meinem Berufseinstieg in den Vertrieb festgestellt, dass dieser Beruf tatsächlich auch meine Berufung ist, deshalb: Seien Sie offen für neues! Wer sich noch nicht zu einer Bewerbung bei uns hat durchringen können, dem empfehle ich einen Besuch auf der Seite unseres Verbandes www.werde-insurancer.de. Da ist ein spielerischer Selbsttest, bei dem ein Bewerber ein bisschen was über sich erfährt. Danach ist man sich seiner Stärken vielleicht klarer. Danach dann natürlich nicht die Bewerbung über die dort angebotenen Portale, sondern gleich die Bewerbung direkt bei uns! Nach der Bewerbung überzeugen Sie uns während des Auswahlverfahrens durch ihre positiven Eigenschaften und Haltung. Ich suche chancenorientierte Menschen mit Tatendrang. Wenn Sie sich im ersten Teil des Satzes „wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe“ wiederfinden, ist es top und wenn Sie dann noch Menschen mögen, sind Sie bei uns goldrichtig! Dann darf ich sicher auch Sie in ein paar Jahren auf unserer Bühne der Besten begrüßen.

Für ihre Bewerbung wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

Ihr Alexander Stephany

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